Wie du einen Superhelden besiegst

Hier kommt das langweiligste Rezept der Welt.

Auf keinen Fall lesen!

Wie du einen Superhelden besiegst – mit ganz alltäglichem Kram.

Schicke ihn in ein Zimmer. In dem Zimmer steht ein großer Tisch. Auf den Tisch legst du:
Stapelweise halb bemalte Bilder, drei Teile großes Legoduplo, vier superheilige Bauwerke aus kleinem Lego, drei stumpfe Stifte, drei Kordeln (selbstgemacht, superwichtig)ein Walktalki ohne Batterie, Hausaufgaben, halb fertig, Spitzerdreck und Fotos von Früher, sowie Mayonaisetube, drei Käsereste, Hundeleckerlie und Tempotaschentücher ohne Packung.

Wenn der Tisch voll ist, machst du auf dem Ofen weiter. Drei Selbstgetöpferte Dinosaurier auf Essbrettchen stehen dort zum Trocknen. Wasserfarben daneben. Drei Bücher (zwei Kinderbücher, eins für Erwachsene). Ein gestrickter Zwerg, zwei Kisten mit Steinen drin (ganz heilig), Mehr Lego, teilweise teures NinjagoLego und heilige Bauten, Ein paar Nägel, manche krumm und vier verschiedene Schraubenzieher. Einen Hammer. Zwei Brotkanten, einen Apfelbutzen, zwei Blumentöpfe mit Erde und einer Blumenzwiebel darin, schon seit drei Monaten nicht gegossen.

So.

Und jetzt kommts:

Du sagst dem Superheld, er soll das sinnvoll aufräumen. Wichtig: Die Kinder hängen an den Sachen. An Manchen. Manche sind ihnen auch total egal. Und manche sind ihnen jetzt egal, werden aber morgen gesucht unter bitteren Tränen. Er darf es also nicht einfach alles in den Mülleimer kehren.
Punkt zwei: Sobald er es aufgeräumt hat, beginnst du von Neuem.. Lege Seife auf den Tisch, ein Kuscheltier dazu, drei selbstgebastelte Raumschiffe aus Papier, an denen noch die Uhutube hängt, ….

Das dauert nicht lang. Ich gebe dem Superhelden maximal drei Tage, dann bricht er zusammen. Da hilft auch keine Heldenreise mehr, das Böse siegt. Früher oder später liegt er in Embryonalstellung auf dem Boden und zittert.

Garantiert.

 

Bildnachweis: Foto von Congerdesign, Pixabay